Informationen und Materialien zu allen anderen aktuellen Lehrveranstaltungen finden Sie im StudIP oder im Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Physik.
Themen für Forschungspraktika sind jederzeit auf Anfrage erhältlich. Kontaktieren Sie hierfür bitte PD Dr. Stefan Schweizer oder Jun.-Prof. Dr. Jörg Schilling.
In beiden Nachwuchsgruppen Light-to-Silicon und Silicon-to-Light gibt es aureichende Themen zur Vergabe von Bachelor- und Masterarbeiten.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht unserer aktuellen Forschungsthemen, in denen Rahmen Bachelor- und Masterarbeiten angefertigt werden können.
Gläser und Glaskeramiken für Anwendungen in der Medizintechnik
Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der University of Tennessee, Tullahoma, USA, sollen für die medizinische Physik großflächige, transparente Bildplatten aus fluoreszierenden Zirkonfluorid-Glaskeramiken entwickelt werden. Eine Dotierung mit der Seltenen Erde Europium und eine sich anschließende Temperaturbehandlung der Gläser führt zu einem Szintillator- oder Röntgenspeicherleuchtstoff-Effekt, letzterer soll beispielsweise in Mammographie-Systemen zur Anwendung kommen. Abhängig von dem Ladungszustand des Europiums, das im 2+ oder 3+ Zustand vorliegen kann, können unterschiedliche optische Eigenschaften der fluoreszierenden Glaskeramiken beobachtet werden. In der Bachelor- oder Masterarbeit sollen Glaskeramiken mit unterschiedlichem 2+ zu 3+ Verhältnis hergestellt und anschließend systematisch hinsichtlich ihrer optischen und strukturellen Eigenschaften untersucht werden.
Kontakt:
Christian Paßlick, Telefon: 0345-5528654
PD Dr. Stefan Schweizer, Telefon: 0345-5528651 oder 0345-5589128


Upkonversion in Gläsern und Glaskeramiken für Anwendungen in der Photovoltaik
Die Effizienz von Solarzellen soll durch den Einsatz von „upkonvertierenden“ Gläsern oder Glaskeramiken auf der Rückseite erheblich verbessert werden. Das einfallende Licht soll hierbei so verändert werden, dass es in den für Solarzellen nutzbaren Energiebereich verschoben wird. In den upkonvertierenden Gläsern und Glaskeramiken sollen jeweils zwei oder mehrere, von der Solarzelle nicht absorbierte Photonen aus dem infraroten (IR) Spektralbereich nach sequentieller Absorption zu einem sichtbaren (VIS) Photon umgewandelt werden, das daraufhin von der Solarzelle absorbiert werden kann. In der Bachelor- oder Masterarbeit sollen Erbium-dotierte Gläser und Glaskeramiken mit unterschiedlichen Kodotierungen hergestellt und auf ihre Effizienz untersucht werden. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik.
Kontakt:
PD Dr. Stefan Schweizer, Telefon: 0345-5528651 oder 0345-5589128

Optische Charakterisierung von Braggwellenleiterkavitäten mittels Streulichtmessungen
In der integrierten Optik wird vielfach auf Wellenleiter aus Silizium zurückgegriffen, da diese den kompakten Transport von infrarotem Licht ermöglichen. Dabei können ganze „Lichtschaltkreise“ auf Siliziumwafern entstehen. Um Licht effizient Schalten und zielgerichtet leiten zu können, kommt es ganz allgemein auf die Wechselwirkung des Lichts mit dem zugrundeliegenden Materialien (z.B. Silizium) an. Um diese Wechselwirkung zu verstärken, kommen optische Resonatoren zum Einsatz. Darin läuft das Licht viele tausendmal hin und her bevor es den Resonator verlässt und es kommt zu einer großen Überhöhung der Lichtfeldstärke im Resonator, was besonders für eine Erhöhung der Effizienz von optisch nichtlinearen Prozessen wichtig ist.
Als eine kompakte Variante eines solchen Resonators hat sich eine Braggwellenleiterkavität erwiesen. Dabei wird ein Bereich eines Wellenleiters mit einer Reihe von Löchern versehen, die periodische wie auf einer Perlenschnur angeordnet sind. In der Mitte werden allerdings ein oder mehrere dieser Poren ausgelassen – es entsteht ein Defekt in der sonst periodischen Porenkette (siehe Abb.). Dieser Defekt fungiert als Resonator und die angrenzenden periodischen Porenketten als Braggspiegel, die das Licht durch konstruktive Interferenz zurückreflektieren.
Ziel dieser Masterarbeit ist verschiedene Wellenleiterkavitäten zu vermessen und deren Qualitätsfaktor (Q-faktor) zu bestimmen. Dazu soll ein experimenteller Aufbau geschaffen werden, der die Messung des Q-faktors aus dem spektralen Verlauf der Streulichtintensität erlaubt. Nach erfolgreichen Testmessungen sollen verschiedene Braggwellenleiterkavitäten mit der Apparatur experimentell charakterisiert werden.
Dieses Projekt ist damit vorrangig experimenteller Natur und erfordert Interesse am praktischen Arbeiten und ein gutes allgemeines Verständnis von Strahlen- und Wellenoptik. Die Ergebnisse der Arbeit sind von direktem Interesse für das weitere Design und die Anwendung der Kavitäten für nichtlinear optische Prozesse (z.B. Frequenzverdoppelung und –verdreifachung und Differenzfrequenzerzeugung). Ganz allgemein liefert die Arbeit auch einen guten Einstieg in das Gebiet der integrierten Optik auf der industriell interessanten SOI-Basis.
Kontakt:
Dr. Jörg Schlling, Telefon: 0345-5528653

Design und Simulation von Phasenanpassungsstrukturen für effiziente nichtlineare Prozesse in SOI-Wellenleitern
Um nichtlinear optische Prozesse effizient zu gestalten, kommt es besonders darauf an, eine Phasenanpassung der generierten Wellen zu erreichen, so dass diese konstruktiv interferieren. Klassischerweise wird dazu die Doppelbrechung in Kristallen ausgenutzt. Alternativ wurden auch Methoden der Quasi-Phasenanpassung entwickelt, die geringere experimentelle Anforderungen stellen.
In unserem Fall geht es um die Phasenanpassung in SOI-Wellenleitern. Dabei soll zuerst der Einfluss des Aspektverhältnisses (Wellenleiterhöhe zu Wellenleiterbreite) untersucht und versucht werden, bereits darüber eine Phasenanpassung für Differenzfrequenzerzeugungsprozesse zu erreichen. Außerdem soll eine periodische Strukturierung (z.B. Modulation der Wellenleiterbreite) als Phasenanpassungsstruktur
herangezogen werden. Ziel ist es eine Struktur zu finden, die über einen relativ breiten Frequenzbereich die Phasenanpassung erlaubt bzw. wo sich durch leichte Veränderung der beteiligten Brechungsindizes eine spektrale Verschiebung des Bereiches der Phasenanpassung vollzieht.
Hierbei handelt es sich um ein theoretisches Projekt (Bachelor-Arbeit). Die Simulationen werden mit einem Finite-Element-Programm (COMSOL) durchgeführt und die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Herstellung entsprechender Proben.
Kontakt:
Dr. Jörg Schilling, Telefon: 0345-5528653
Wenn der Lichtstrahl auf ein Sandkorn trifft ... Das hört sich nicht nach einem spektakulären...
SiLi-nano is organizing the LUMDETR 2012.